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  Das Wiesengras wird immer höher, kräftiger und blumiger. Fräulein Nasenzahn pflückt sich einen bunten, duftenden Strauß, doch sie sieht, bald muß sie mähen. Da kommt ihr der Gedanke, ob sie nicht eine lebendige Mähmaschine ausleihen könnte. Also geht sie in den nahen Bauernhof. Der Herr Franzl führt sie in seinen Stall, dort schauen sie viele Kuhaugen fragend an. Das Fräulein erzählt von ihren saftigen Wiesen, auf denen das Gras jetzt gekürzt werden müsse. Die meisten Kühe sind noch zu jung und trauen sich nicht, einen Ausflug zu wagen. Doch die Olga hat schon manche Weide kennen gelernt. Sie hatte sogar einen Sommer auf der Alm verbracht. Sie läßt sich gern von Fräulein Nasenzahn mitnehmen und steht bald auf ihrem "Arbeitsplatz".
Das Fräulein hat auf einmal viel Zeit, die sie für fit- und gesundsein nützen will. Sie fragt Stripsi, ob diese mit ihr laufen wolle. Das Zebra freut sich immer, wenn sich seine große Freundin Zeit nimmt. Beide laufen los, es macht richtig Spaß. Manchmal muß das Fräulein bißchen am Schwanz ziehen, damit Stripsi nicht ganz so losdüst. Schließlich rennen bei ihr 4 Beinen, das geht schneller. Doch Stripsi ist ein lieber Kamerad und beide durchqueren das Wäldchen, kommen an der Sandburg der dinos vorbei und haben schon die große Wiese erreicht.
Da steht die Kuh Olga. Wie gut haben ihr Gras und die saftige Kräuter geschmeckt, doch nun ist sie zum Umfallen satt. Eigentlich will sie sich hinlegen, da kommen die 2 angerannt, direkt auf Olga zu. Die Arme bekommt einen Schrecken, läuft über den Weg und läßt dicke Fladen fallen. Auf der anderen Seite der Wiese fühlt sie sich mehr in Sicherheit. Fast sind die Jogger an ihr vorbei, da tritt Fräulein Nasenzahn in so einen duftenden Pfannkuchen. Sie rutscht aus und ruft "aua und weia" und faßt sich ans Bein. Stripsi will ihr aufhelfen, doch das Fräulein jammert immer mehr und hat Tränen in den Augen.
Das Zebra muß Hilfe holen, läuft in Windeseile zum Eingangshäuschen und trifft dort die dinos. Diese versprechen, Oma mit dem Schnuckelchen zu holen. Nun wird das Fräulein erst mal auf Stripsis Rücken gesetzt, zum Schnuckelchen gebracht und von der Oma ins Krankenhaus gefahren. Die dinos sitzen vor dem Röntgenzimmer und halten die Daumen, hoffen auf einen guten Ausgang. Und wirklich, kein Bruch ist aufgetreten, nur ein Band im Knie stark gedehnt. Mit einem schönen, dicken Verband wird das Knie gestützt, der Herr Doktor verordnet Ruhe für die nächsten Wochen.
Oma bringt das Fräulein zum Häuschen, wo viele Tiere aus ihrem Park sie empfangen. Auch die Kuh Olga, als Verursacher des Ausrutschers, ist froh, daß nicht mehr passiert ist. Mit ihrer rauhen Zunge leckt sie die Zehen von Fräulein Nasenzahn. Die dinos haben bereits mit Oma gesprochen und sie um Hilfe gebeten: Die nächsten Wochen wird Oma für das Fräulein mitkochen. Die dinos werden jeden Tag das warme Essen bringen und auch sonst behilflich sein. Ich glaube, bei so guter Pflege heilt das kranke Knie superschnell.
 
Kartoffellisa  
 
   
(C) 2005, Lisa Kluge