Lisas Geschichten Zum Gästebuch  
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  Alles geht einmal kaputt. So ist es auch mit den Laufschuhen von Fräulein Nasenzahn. Sehr oft joggt sie mit Stripsi durch den Park. Die Kuh Olga kennt das schon, wenn die zwei auf sie zufliegen. Erschrecken muß sie nicht mehr, verstehen kann sie diese Hetze aber auch nicht.
Mit Lochschuhen kann man nicht laufen, es müssen neue her. Oma fährt manchmal mit Schnuckelchen in die Stadt. Diesmal nimmt sie das Fräulein mit. Die dinos dürfen die Aufgabe übernehmen, Besucher in den Park zu lassen.
Am Vormittag kommen Familien mit Kindern, die sich auf die Tiere freuen. Sie sind über die dinos im Dienst überrascht, möchten am liebsten bei ihnen bleiben. Die dinos sind zu jedem freundlich und auskunftsbereit, sie verrichten den job sehr gut.
Es ist Mittag, eine ruhige Zeit. Oma hat eine leckere Nudelsuppe gekocht. Die Burschen wollen zum Essen ins Häuschen gehen, da - - - - patsch, patsch, rollt ein großer, bunter Ball auf sie zu. Hinter dem Ball erscheint ein Lausbub, der gerade aus der Schule kommt und viel Bewegung braucht. Er heißt Lukas, ist 7 Jahre alt. Freundschaftlich redet er die dinos an, fragt, ob sie mit ihm Toreschießen möchten. Natürlich wollen sie. Als Tor nehmen sie die Pfosten der Teppichstange, das Spiel kann beginnen, mit viel Einsatz, aber wenig Können. Schließlich ist noch kein Meisterdino vom Himmel gefallen. Die kurzen Beinchen haben nicht genug Schußkraft. Bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 werden sie keine Champions sein, nur begeistert vor dem Fernseher sitzen.
Egal, ballern ist immer schön. Wenn nur nicht der eine Schuß gewesen wäre, der den ganzen Tag verändert hat. Klirr - - - - klirr, ein Geschoß trifft die Seitentür, der Glaseinsatz kracht auf den Boden. Erstarrte dinos, sprachloser Lukas stehen erst mal herum. Dann holt sich der Lausbub seinen Ball und will weglaufen. Das lassen die dinos nicht zu. "Hiergeblieben" , rufen sie, "wir alle müssen es Fräulein Nasenzahn beichten." Nach dem ersten, großen Schrecken beratschlagen sie leise. Dann läuft der blaue nach Hause und bringt den Spardino mit. Er wird ausgeleert und alle zählen die gesparten Euros. Glücklich stellen sie fest : Das Geld reicht für eine neue Scheibe. Die Stimmung am Nachmittag ist verständlicherweise gedrückt.
Endlich sind die Stadtbummler zurückgekehrt. Das Fräulein ist frohgestimmt und zeigt neue Klasse - Laufschuhe. Für die dinos hat sie auch ein Geschenk -- - einen
großen, bunten Ball. Aber die drei freuen sich gar nicht darüber. "Seid ihr so müde von dem job ?" fragt sie besorgt. Da platzen die drei auf einmal los, man versteht kein Wort. Der gelbe erzählt dann der Reihe nach und zeigt das viele Geld aus dem Spardino. Sie wollen auch den Glaser holen , alles in Ordnung bringen. Lieb streichelt das Fräulein über die dinoköpfe und meint : "Den Schaden zahlt die Versicherung, ihr könnt euren Spardino wieder mit den Münzen füttern." Das lassen sich die dinos nicht zweimal sagen und schaufeln alles flink zurück. Wer weiß, wohin das Geld einens Tages wandern wird !
 
Kartoffellisa  
 
   
(C) 2005, Lisa Kluge